Carsbuyer

So berechnen wir die Preise

Keine Blackbox: Hier steht, woher die Zahlen kommen, was jede einzelne misst und in welchen Fällen wir lieber nichts zeigen als einen schwachen Wert.

1. Woher die Daten kommen

Wir erfassen täglich die Gebrauchtwagen-Angebote auf AutoScout24 und speichern den Verlauf jedes Inserats: Preis, Preisänderungen und den Tag, an dem es verschwindet. Händler und Privatverkäufer sind beide enthalten – der Verkäufertyp steht an jedem Angebot, das wir zeigen. In die Berechnung gehen nur zum Zeitpunkt der Auswertung aktive Angebote ein; heute sind das 3.236 Angebote in 162 Modellen. Wir kaufen und verkaufen keine Autos, sind kein Händler und werden von keinem Verkäufer bezahlt.

2. Was hier ein „Preis“ ist

Es ist der verlangte Preis in einem aktiven Angebot – nicht der Preis, zu dem das Auto verkauft wurde. Transaktionspreise veröffentlicht niemand, und sie zu erfinden wäre schlechter, als zu sagen, was wir haben. Verlangte Preise und Verkaufspreise sind nicht dasselbe: Die Differenz ist meist der Verhandlungsspielraum, und der ist bei Händlern und Privatverkäufern unterschiedlich groß.

3. Median und Spanne, nie eine Zahl allein

Für jedes Modell zeigen wir den Median (den Wert, der die Angebote in zwei Hälften teilt) und den Interquartilsabstand P25–P75, in dem die Hälfte der Angebote liegt. Median statt Durchschnitt, weil ein einzelner Sammlerwagen oder ein Inserat mit symbolischem Preis einen Durchschnitt zerstört und einen Median nicht bewegt. Die Spanne steht immer dabei: Ein Median ohne Streuung täuscht eine Genauigkeit vor, die es nicht gibt.

4. Wann eine Seite existiert

Eine Zahl wird nur veröffentlicht, wenn die Stichprobe dahinter etwas bedeutet:

5. Der „geschätzte faire Wert“

Zusätzlich zu den verlangten Preisen trainieren wir ein statistisches Modell – Gradient Boosting, eine Summe vieler Entscheidungsbäume, von denen jeder den Fehler der vorherigen korrigiert – auf allen erfassten Angeboten mit Preis, einschließlich der bereits vom Markt verschwundenen. Es liest Marke, Modell, Erstzulassung, Kilometerstand, Hubraum, Leistung, Kraftstoff, Getriebe, Version und Region und gibt einen Wert mit einer Bandbreite zurück, nie eine nackte Zahl. Auf den Modellseiten ist dieser Wert der Median der Schätzungen für die echten Angebote dieses Modells – nicht die Schätzung für ein erfundenes Durchschnittsauto.

Zwei Regeln werden nicht gelernt, sondern erzwungen: Ein Jahr mehr Alter erhöht den Wert nie und mehr Kilometer erhöhen ihn nie, bei sonst gleichen Merkmalen. Das Modell lernt auf dem Logarithmus des Preises, damit der Fehler in Prozent zählt: 1.000 € Fehler bei einem Auto für 3.000 € sind etwas anderes als 1.000 € bei einem für 30.000 €.

Wir veröffentlichen die Schätzung nicht immer. Sie wird zurückgehalten, wenn:

In diesen Fällen zeigt die Seite nur die verlangten Preise. Lieber eine Seite mit weniger Zahlen als eine Seite mit einer falschen Zahl. Was das Modell nicht sieht: Kupplung, Wartungshistorie, Unfallschäden, Reifen. Zwei Autos mit demselben Datenblatt bekommen dieselbe Schätzung, auch wenn eines ein neues Getriebe braucht. Deshalb ist die Schätzung ein Ausgangspunkt fürs Verhandeln – nie die Bewertung eines konkreten Fahrzeugs.

6. Was das hier nicht tut

7. Weiterverwendung und Quellenangabe

Die Zahlen auf diesen Seiten sind unsere eigenen Statistiken, berechnet aus öffentlichen Angeboten auf AutoScout24. Du darfst sie zitieren und weiterverwenden, sofern die Quelle Carsbuyer genannt und das Erfassungsdatum angegeben wird: Der Median eines Modells ändert sich mit der Zeit, und ein Zitat ohne Datum ist nicht mehr überprüfbar. Jede Modellseite liefert denselben Inhalt als JSON, wenn du .json an die Adresse anhängst.

Wer das macht · Preise nach Modell

Stichprobe: 3.236 aktive Angebote · Stand: 2026-09-13 · Messgröße: Verlangter Preis in aktiven Angeboten (Median und P25–P75) · Quelle: AutoScout24